Erfahren Sie im Folgenden, wie das Alphorn seinen Weg nach Baden-Württemberg fand und wie Anton Stehle begann, diese traditionellen Instrumente selbst zu fertigen.
1962
Anton Stehle, der angehende Dirigent des Musikvereins Renquishausen, studierte an der Musikhochschule Trossingen, um den Dirigentenschein zu erlangen. Während dieser Zeit brachte ihn ein Professor auf die Idee, ein Alphorn zu bauen. Durch seine Ausbildung als Wagner war er sofort begeistert und fasste den Entschluss, sich dieser Herausforderung zu widmen.
Die Geschichte des Alphorns war geboren.
1963
Es war soweit. Das erste Alphorn war erbaut. Beim Probespielen war es klar, die viele Arbeit hatte sich ausgezahlt. Das erbaute Alphorn stand den „Originalen“ in nichts nach.
1967
Das Alphorn fing an Bekanntheit in der Umgebung zu erlangen. Anton Stehle fertigte noch weitere Alphörner und es entstand die erste Alphornbläsergruppe.
1970
Das ZDF wurde mit der Sendung von Peter Frankenfeld „Und Ihr Steckenpferd?“ auf Stehle aufmerksam. So reiste er mit Paul Mattes und Josef Maier nach Berlin um dort die Aufnahmen zu Drehen.
1978
Langsam wurden die Alphörner aus Renquishausen sogar über die Landesgrenzen hinaus bekannt. So war es nicht unüblich dass Instrumente vom Heeresmusikkorps, aus München, Frankreich oder London bestellt wurden.
1995
Alphornbäsertreffen in Renquishausen!
Endlich war es soweit, ein großer Traum des Alphornbauers ging in Erfüllung, ein eigenes Alphornbläsertreffen.
Circa 150 Alphornbläser sind nach Renquishausen gereist.
2003
Schicksalsschlag für Alphorn- und Musikkameraden der Umgebung und darüber hinaus.
Der begnadete Vollblutmusikant und Alphornvisionär verstarb plötzlich und viel zu früh. Mit ihm verstummte auch fast vollends der magische Klang der Alphörner.
2017
Nach viel zu langer Zeit entschieden sich Antons Sohn Axel und sein Enkel Elias dafür zusammen ein Alphorn herzustellen.
2024
Gründung der Alphornmanufaktur Stehle.
Aufgrund wieder steigender Bekanntheit des Alphorns entschieden wir uns, ganz im Sinne unseres Vater und Opa, den Geist des Alphorns weiterzuführen, so wie er es unermüdlich getan hat.